The Man Who Shot Chinatown

18. August 2010

Der Film von Axel Schill und Stephanie Bahr über den Kameramann John A. Alonzo ist bei den Filmemachern selbst auf DVD erhältlich. „The Man Who Shot Chinatown“ (Presseheft) ist die seltene Hommage auf einen derjenigen, deren Beitrag zum Film meistens unterschätzt wird:

„Er hatte ein ausgezeichnetes Gefühl für die Dramaturgie einer Szene, und ihm war die Bedeutung von Licht und Bewegung als zentrale Elemente der visuellen Gestaltung immer bewusst. Seine vielfältigen Erfahrungen als Schauspieler, Dokumentarfilmer, Fotograf, Bildhauer und Regisseur prägten seinen einzigartigen Stil, und so setzte er im Gegensatz zu manch anderen »Directors of Photography« nur soviel Technik wie unbedingt nötig ein und schwenkte am liebsten selbst die Kamera. Seine Karriere und Anerkennung in Hollywood musste er sich hart erkämpfen..“ (Real Fiction)

Mit seinem Kamerastil prägte er den Look des New Hollywood. Der gesellschaftskritischen Grundhaltung dieser Filme entsprach durchaus auch die Lebenshaltung von John A. Alonzo, der sich als Sohn von Immigranten unter harten Bedingungen nach oben arbeiten musste und es zum ersten Kameramann mexikanischer Abstammung in der amerikanischen Filmindustrie brachte:

„Alonzo sorgte immer für eine ethnische Vielfalt in seiner Kamera-Crew, und auch sein Engagement innerhalb der „Local 600“ ( Kameragewerkschaft) die veralteten Strukturen aufzubrechen und somit eine effektivere Nachwuchsförderung zu ermöglichen, zahlte sich aus. “ (Presseheft)

Die beiden Filmemacher lernten John A. Alonzo als Nachbarn in Los Angeles kennen. Ale er viel zu früh starb, entschlossen sie sich, einen Film über den großen Unbekannten zu drehen.  Die Regisseure William Friedkin, Mike Figgis, John McNaughton und Michael Crichton, sowie Kollegen wie Haskell Wexler würdigen darin die Arbeit von John A. Alonzo. Wexler hat sich sicherlich auch dem Stil Alonzos verbunden gefühlt.

Advertisements

Mala Noche falsch gemastert

8. Dezember 2007

Wer den Film „Mala Noche“ in der DVD-Ausgabe der Criterion Collection erworben hat, sollte die Disc umtauschen lassen. Das Debüt von Gus Van Sant ist bekannt für seine exzellente Schwarzweiß-Fotografie: “ With its low budget and lush black-and-white imagery, Gus Van Sant’s debut feature Mala Noche heralded an idiosyncratic, provocative new voice in American independent film. Set in Van Sant’s hometown of Portland, Oregon, the film evokes a world of transient workers, dead-end day-shifters, and bars and seedy apartments bathed in a profound nighttime“ (Criterion).

Als die beiden Hauptdarsteller jedoch eine Kamera vor einem Laden ausprobieren und sich und ihre Freunde damit filmen, erscheint dieses subjektive Stück Film in Farbe – 10 Sekunden Farbe leuchten auf im schwarzweißen Portland der achtziger Jahre. Dieser Akzent geht in der falsch gemasterten Ausgabe der Criterion Collection leider verloren – mehr dazu im Blog On Five von Criterion. Die DVD kann bei dieser Adresse umgetauscht werden:

Criterion Collection
215 Park Avenue South
New York, NY, 10003
„Attn: Jon Mulvaney“

Hingewiesen wird in On Five außerdem auf eine falsche Disc in der Box „Ingmar Bergman: Four Masterworks“. Hier fehlen bei dem Titel „The Seventh Seal“ die Beigaben. Auch diese Disc sollte umgetauscht werden.


Century of Sound

30. Juli 2007

Die Rick Chase Foundation in den USA bietet die erste DVD einer dreiteiligen Reihe über den Ton im Film für nichtgewerbliche Bildungseinrichtungen kostenlos an. „A Century of Sound – The History of Sound in Motion Pictures, 1877-1932“ beginnt mit der Erfindung des Phonographen und demonstriert die Entwicklung an Beispielen bis zur endgültigen Etablierung des Tonfilms im Jahr 1932 – präsentiert von Robert Gitt, dem Chefrestaurator des UCLA Film and Television Archive, auf einer DVD mit zahlreichen interaktiven Möglichkeiten (Details siehe hier):

„A Century Of Sound – The History of Sound in Motion Pictures –The Beginning: 1876 – 1932 is Part 1 of an educational DVD series featuring world-renowned preservationist Robert Gitt – Preservation Officer, UCLA Film & Television Archive. First presented in 1992 and at special events thereafter, A Century of Sound is a „tour de force“ in its collection of unique and memorable films documenting the introduction of sound for motion pictures.“