A Girl Walks Home Alone at Night Blu-ray

2. November 2015

ohne Worte…. (Vollbild)

die Special Edition des Films von Ana Lily Amirpour aus den USA

die deutsche Limited Collector’s Edition  bei Capelight

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La Red von Emilio Fernandez auf DVD

21. Mai 2012

Der kleine Vertrieb Tamasa in Frankreich, sonst spezialisiert auf Arbeiten u. a. von Isild Le Besco, hat den mexikanischen Klassiker „La Red“ (Kritik) von Emilio Fernandez auf DVD herausgebracht.

Eine Ausnahmeerscheinung  im Werk von Fernandez am Ende seiner produktivsten Periode lebt der Film fast ohne Dialoge von einer expressiven Bildsprache – die Kamera führte jedoch nicht Gabriel Figueroa, wie bei den meisten von Fernandez‘ bedeutenden Filme, sondern Alex Phillips. Dafür bekam der Film 1953  den „Prix international du film le mieux raconté par l’image“ auf dem Festival von Cannes.

Une narration sobre et circulaire, des personnages essentiellement physiques, presque mutiques, La Red ne ressemble à aucun autre des grands mélodrames(4) d‘Emilio Fernández(5), ni à ceux du maitre mexicain du genre Roberto Gavaldón. L’influence du cinéaste russe Sergueï Eisenstein transparaît régulièrement, celle du co-scénariste Neftali Beltrán aussi, en particulier à travers le culte, au moins formel, du corps qui y est rendu. Le film évoque étrangement deux productions nippones ultérieures, Kurutta kajitsu de Kô Nakahira par ses thèmes (possession, convoitise, désir…) et son audace. Hadaka no shima de Kaneto Shindô au dépouillement naturaliste assez comparable.

L’indigénisme de Fernández le pousse naturellement à une sublimation romantique, laquelle reste néanmoins fidèle à sa peinture des grandes passions, de l’antagonisme des sentiments ou des impérissables oppositions (nature et civilisation, anarchie et ordre, passion et vertu, interdit et transgression). L’évidente, quoique maitrisée, charge érotique de La Red participe paradoxalement à ce processus lyrique dans lequel la bande musicale sert souvent de principal vecteur de dramatisation.“ (AlHolg, dvdtoile.com – zur Übersetzung bitte Google Übersetzer verwenden)


Jane Eyre von Cary Fukunaga

17. August 2011

Im Dezember läuft auch in Deutschland die, wie Franz Everschor es nennt, „ultimative Jane Eyre“ in der Inszenierung von Cary Fukunaga an. Im neuen Film-Dienst vergleicht er diese Fassung mit anderen Interpretationen in der Filmgeschichte, besonders mit der von Franco Zeffirelli.

Everschor zögert nicht, den Film des jungen Fukunaga, der mit „Sin Nombre“ bekannt wurde, als Meisterwerk zu feiern:

“ „Sin Nombre“ ist ein Film über mexikanische Gangs und illegale Immigranten, fest gegründet in quasi-dokumentarischem Realismus. Von hier zum viktorianischen England und zu den Mooren, Schlössern und Hochebenen der Landschaft von Derbyshire ist es ein weiter Weg, den Fukunaga in vollem Bewusstsein angetreten hat. Er suchte die Herausforderung eines total anderen Milieus, einer grundverschiedenen Zeitepoche und eines fast zwei Jahrhunderte alten Romans. Als er davon erfuhr, dass die BBC eine neue Verfilmung von „Jane Eyre“ in Angriff nehmen wollte, ließ er nicht locker, bis man ihm die Regie übertrug. Fukunaga bezeichnet es als eine „Lernübung“, aber der fertige Film sieht eher aus wie die einfühlsame Arbeit eines alten Meisters, der mit der viktorianischen Gesellschaft und der Rolle der Frauen in ihr wohl vertraut ist.“ (Film-Dienst 17/2011)

Der Film ist gestern in den USA als DVD und Blu-ray erschienen.


Spuren eines dritten Kinos

11. Juni 2010

In der neuen Ausgabe des Online-Kulturmagazins Perlentaucher hat Ekkehard Knörer ein langes Interview mit den Machern der Filmreihe „Spuren eines dritten Kinos“ geführt, die z. Zt.  in Berlin im Zeughauskino und einigen anderen Spielstätten läuft.

Das Ganze kann man auch als Beitrag zur Diskussion um das „Humboldt-Forum“ (vulgo „Schloss“) verstehen:

Ronald Schernikau hat mal geschrieben: „die Welt wird am besten von denen beschrieben, die am wenigsten von ihr haben: noch.“ In etwa umreißt das unsere ersten Gedanken, dass gerade der Blick auf Produktionen, die auch in ihren jeweiligen Herkunftsregionen eher randständig sind, vielleicht für Überlegungen zu einem politisch interessierten Kino wichtig sein könnten.

Andererseits muss man natürlich sagen, dass das mit den Rändern ja auch eher Quatsch ist und einem nur von hier aus so vorkommt. Die Filme, die wir zeigen kommen aus einigen der Länder mit dem größten Wirtschaftswachstum, fast alle Länder sind in den jeweiligen Regionen extrem wichtig.“ (Fabian Tiedtke im Interview)

„In einem Zeitungsartikel stellte Parzinger jüngst das Konzept des „Forums“ noch einmal vor, ohne das Bedenken auch nur zu erwähnen, es laufe auf einen intellektuellen Neokolonialismus hinaus, Buschmänner, Derwische und Schamanen nach Berlin zu laden, um sie im Angesicht der erhabenen Zeugen ihrer Vergangenheiten über die Zukunft des Planeten „verhandeln“ zu lassen.“  (Patrick Bahners: Humboldt-Forum: Wollen wir uns das Berliner Schloss noch leisten?.  In FAZ.net)

Ein Humboldt-Forum, das sich den Ländern des Südens und Ostens in der Weise wie diese Filmreihe zuwendet, hätte zweifellos eine andere Legitimation.


Metropolis bei Eureka (Masters of Cinema)

5. Mai 2010

Eureka in Großbrirannien hat  die Ausstattung der Metropolis-Edition im November 2010 vorgestellt:

  • 150-minute feature film (including 25 minutes of footage previously thought lost to the world)
  • Special-edition packaging with lavish wraparound sleeve and embossed printing
  • Pristine film transfers presented on Blu-ray (1080p) and DVD (2-disc)
  • Newly translated optional English subtitles
  • Full-length audio commentary by David Kalat and Jonathan Rosenbaum
  • Die Reise nach Metropolis (2010) documentary about the film
  • 56-page booklet featuring new essays, archival interviews, vintage production stills, and more
  • Further extras to be announced nearer the release date.

Sowohl Eureka als auch Kino in den USA haben schöne Extraseiten zu Metropolis ins Netz gestellt. Mehr zu Metropolis siehe hier.


Soziologie ist ein Kampfsport

8. August 2008

Der Film „La Sociologie est un sport de combat“ von Pierre Carles ist in Frankreich auf DVD mit englischen Untertiteln lieferbar. Carles hat den Soziologen Pierre Bourdieu drei Jahre lang, von 1998 bis 2001, mit der Kamera begleitet. Der Film zeigt, wie sich Bourdieu um die Verbreitung seiner Erkenntnisse bemüht und die Betroffenen zum Handeln drängt, Wissenschaft als Kampfsport eben:

„People need sociology to understand the growing inequalities and fire back, find their way out of the all-economic fatalism.“ (victor-10, IMDb)

Die französische Fassung mit deutschen Untertiteln erscheint im Oktober in der Reihe Filmedition Suhrkamp bei Absolut Medien, gerade rechtzeitig zum laufenden Bildungsbürgerkrieg in Deutschland. Mehr Informationen zum Film hier (franz.) und hier (engl.).


Fabrik der Gesten – Körpersprache im Film

28. Juli 2008

Die russische Filmwissenschaftlerin Oksana Bulgakowa hat die DVD „The Factory of Gestures“ über ihre Studien zur Körpersprache im russischen und sowjetischen Film und ihre Rückwirkung auf die Gesellschaft veröffentlicht. Dieses Projekt entstand im Zusammenhang mit ihrem Buch „Fabrika Zestov“ (Moskau, 2005), für das sie im gleichen Jahr den Preis der Filmkritikergilde Russlands für das beste Buch im Bereich der Filmtheorie bekam:

„Die Fabrik der Gesten“ ist ein umfangreiches audiovisuelles Forschungsprojekt von Oksana Bulgakowa (entstanden zwischen 2003 und 2008 am Stanford Humanities Lab – in Zusammenarbeit mit Dietmar Hochmuth, Ko-Regie und Produktion, und Gregor Hochmuth, digital design), das die grandiose Veränderung der Körpersprache in der russischen und sowjetischen Gesellschaft im 20. Jahrhundert im Film und im Leben – unter dem Einfluss des Films und in der Rückwirkung auf ihn – verfolgt (und nun auf DVD vorliegt).“ (Oksana Bulgakowa)

Das Projekt „Fabrik der Gesten“ wurde auch auf der 5. berlinbiennale im Mai dieses Jahres vorgestellt. Die DVD kann bei Potemkin Press in Berlin direkt bestellt werden oder auch auf der Website von Dietmar Hochmuth.

Nachtrag:Eine Korrektur zu diesem Eintrag: Oksana Bulgakowa ist eigentlich keine russische Filmwissenschaftlerin. Sie arbeitet seit Mitte der siebziger Jahre in Berlin, zunächst in der DDR, dann im gesamtdeutschen und internationalen Rahmen – siehe hier und hier.