Spuren eines dritten Kinos

In der neuen Ausgabe des Online-Kulturmagazins Perlentaucher hat Ekkehard Knörer ein langes Interview mit den Machern der Filmreihe „Spuren eines dritten Kinos“ geführt, die z. Zt.  in Berlin im Zeughauskino und einigen anderen Spielstätten läuft.

Das Ganze kann man auch als Beitrag zur Diskussion um das „Humboldt-Forum“ (vulgo „Schloss“) verstehen:

Ronald Schernikau hat mal geschrieben: „die Welt wird am besten von denen beschrieben, die am wenigsten von ihr haben: noch.“ In etwa umreißt das unsere ersten Gedanken, dass gerade der Blick auf Produktionen, die auch in ihren jeweiligen Herkunftsregionen eher randständig sind, vielleicht für Überlegungen zu einem politisch interessierten Kino wichtig sein könnten.

Andererseits muss man natürlich sagen, dass das mit den Rändern ja auch eher Quatsch ist und einem nur von hier aus so vorkommt. Die Filme, die wir zeigen kommen aus einigen der Länder mit dem größten Wirtschaftswachstum, fast alle Länder sind in den jeweiligen Regionen extrem wichtig.“ (Fabian Tiedtke im Interview)

„In einem Zeitungsartikel stellte Parzinger jüngst das Konzept des „Forums“ noch einmal vor, ohne das Bedenken auch nur zu erwähnen, es laufe auf einen intellektuellen Neokolonialismus hinaus, Buschmänner, Derwische und Schamanen nach Berlin zu laden, um sie im Angesicht der erhabenen Zeugen ihrer Vergangenheiten über die Zukunft des Planeten „verhandeln“ zu lassen.“  (Patrick Bahners: Humboldt-Forum: Wollen wir uns das Berliner Schloss noch leisten?.  In FAZ.net)

Ein Humboldt-Forum, das sich den Ländern des Südens und Ostens in der Weise wie diese Filmreihe zuwendet, hätte zweifellos eine andere Legitimation.

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