Paramount entscheidet sich für HD-DVD

Der Formate-Krieg um das neue High Def-Format HD-DVD oder Blu Ray spitzt sich weiter zu. Paramount hat soeben bekannt gegeben, dass es seine Filme exklusiv auf HD-DVD veröffentlichen wird (Presseerklärung). Damit sind die großen Hollywood-Studios fast ganz in zwei Lager geteilt. Nur Warner veröffentlich noch in beiden Formaten. Universal und Paramount haben sich für HD-DVD entschieden, Sony, 20th Century Fox und Disney für Blu Ray. (Nachrichten siehe CNN Money ; Video Business ; Reuters ; High Def Digest)

Entscheidend waren für Paramount die niedrigeren Herstellungs- und vor allem Gerätekosten zum Abspielen des neuen Formats. Das eigentliche Problem ist nämlich nicht die Konkurrenz zu Blu Ray, sondern zur klassischen DVD. Das Publikum ist mit der DVD zufrieden und hält sich beim Kauf neuer High Def-Formate zurück. Denn wer Blu Ray und HD-DVD genießen will, braucht erst einmal eine völlig neue Ausstattung, neben einem neuen Player (oder zwei?) auch einen großformatigen Bildschirm. Erst ab 1,5 m Bilddiagonale lohnt sich überhaupt der Kauf einer neuen High Def-Disc (siehe Stiftung Warentest).

Der kluge PC-Nutzer hat es da einfacher. Er baut sich zwei Laufwerke für die beiden Formate ein und skaliert mit entsprechender Software exakt auf sein Display, sei es nun ein DLP-Projektor, ein Rückprofernseher oder ein LCD-Display. Für alle anderen werden relativ teure Zweiformat-Player die Lösung des Problems sein. Die neuen High Def-Formate werden sich also weiterhin nur langsam verbreiten.

Nachträge vom 21.8.2007: Hier ein Posting von Sonntag, dem 19.8.2007 aus Nikki Finke’s Deadline Hollywood Daily: Desperation Move & Cash Grab? Or Bloodier Blu-ray/HD-DVD Format War? Der Formatekrieg erweist sich offenbar immer mehr als eine Informationsschlacht. Hier Times Online zum Posting von Nikki Finke: Blogger’s view on why Paramount snubbed Blu-ray.

Die New York Times bestätigt inzwischen die Aussagen aus dem Blog von Nikki Finke: Two Studios to Support HD DVD Over Rival:

„But money talks: Paramount and DreamWorks Animation together will receive about $150 million in financial incentives for their commitment to HD DVD, according to two Viacom executives with knowledge of the deal but who asked not to be identified. The incentives will come in a combination of cash and promotional guarantees. Toshiba, for instance, will use the release of “Shrek the Third” as part of an HD DVD marketing campaign. Paramount and DreamWorks Animation declined to comment…

The two studios may have left themselves wiggle room, however. Paramount’s agreement to use only HD DVD is limited to only 18 months. And Paramount noted that no films directed by Steven Spielberg were included in the deal “as his films are not exclusive to either format.” Mr. Spielberg is a co-founder of DreamWorks SKG, a unit of Paramount. (Brooks Barnes, NYT)

Überblick über den aktuellen Stand im Formatekrieg von Gizmodo: State of High Definition: Who’s Winning the Studio Support War?

2 Antworten zu Paramount entscheidet sich für HD-DVD

  1. […] unterstützen – eine aussichtlose Position. Paramount hatte sich allerdings erst im August 2007 exklusiv für HD-DVD entschieden. Neue Meldungen dazu […]

  2. […] ob es mit HD-DVD, mit Blu Ray oder mit beiden (oder keinem von beiden?) Formaten weitergehe. Das dvdbiblog meldet, dass Paramount sich für HD-DVD entschieden habe, aber auch dass das Publikum mit der […]

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