Blade Runner: The Final Cut

Warner hat gestern auf der Comic-Con in San Diego die Einzelheiten für die schon lange erwartetete Neuauflage des Science Fiction-Klassikers „Blade Runner“ bekannt gegeben (Presseerklärung). Mit drei verschiedenen Ausgaben handelt es sich um ein editorisches Großunternehmen, das seinesgleichen sucht.

Dabei wird die „Ultimate Collectors Edition“ fünf verschiedenen Fassungen des Films aus seiner 25 jährigen Aufführungsgeschichte enthalten (Details aus IMDb), die Arbeitskopie, die US-Kinofassung und die internationale Kinofassung, beide von 1982, den sog. „Director’s Cut“ von 1992 und den neuen „Final Cut“ von Ridley Scott, der im Oktober 2007 in New York und Los Angeles seine Kinopremiere haben wird. Auch eine Hi Def-Version auf der Basis eines Masters mit 4K-Abtastung (4.096 × 2.048 Bildpunkte) wird es geben (in HD-DVD und Blu Ray).

Auf DVD war bisher nur der sog. „Director’s Cut“ von 1992 erhältlich, als frühe Ausgabe von 1999 zur Anfangszeit der DVD in einer mangelhaften Fassung und 2006 in einer restaurierten Fassung (Vergleich). Als Videokassette und Laserdisc gab es bis 1992 die internationale Kinofassung von 1982, nach 1992 nur den erwähnten „Director’s Cut“. 1987 brachte die Laserdisc-Fassung der Criterion Collection den Durchbruch für das Widescreenformat im Home-Video-Bereich (Pan Scan war seitdem verpönt).

Zahlreihe Arbeitsmaterialien, Beigaben und Dokumentationen werden den Film in seinen verschiedenen Fassungen ergänzen, darunter ein Audiokommentar zum „Final Cut“ von Ridley Scott selbst und eine Dokumentation vom König des Bonusfilms, Charles de Lauzirika, der dieses neue Genre entscheidend mitgeprägt hat. Charles de Lauzirika hat für DVD-Editionen wie Alien Quadrilogy, Kingdom of Heaven, Gladiator (2000 film), Black Hawk Down und für Regisseure wie Ridley Scott, Sam Raimi, James Cameron, the Coen Brothers, David Fincher, Robert Rodriguez, Steven Spielberg, John Badham, Jean-Pierre Jeunet, Mark Romanek und Tony Scott gearbeitet (siehe über seine Arbeit 1 ; 2 ; 3 ; 4 ).

Insgesamt eine materialreiche Studienfassung zu einem Film, der neben Fritz Langs „Metropolis“ zu den bedeutendsten im Science Fiction-Genre zählt.

(Fotos aus der Presseerklärung vom 26.7.2007, Comic-Con, San Diego, c Warner Home Video, a Warner Bros. Entertainment Company)

Nachtrag vom 7.9.2007: Exclusive: The Real Deal“ von Darroch Greer über die Restaurierung von “Blade Runner” aus der Zeitschrift „Millimeter“, July/August 2007.

Nachtrag vom 1.10.2007: A Cult Classic Restored, Again von Fred Kaplan (New York Times vom 30.9.2007).

Eine Antwort zu Blade Runner: The Final Cut

  1. […] den Zwängen einer internationalen Kinoverwertung nach eigenen Vorstellungen neu zu montieren. Nach Ridley Scott soll hier auch Oliver Stone in seinem Kampf um das Alexander-Projekt, das ihn zwanzig Jahre […]

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